Argumenten gegen die Umfahrung Klus

Zu teuer!

Mehr als 65 Millionen Franken für diese paar hundert Meter Strasse ist schlicht zu teuer. Ein Meter kostet mehr als CHF 60'000 Franken. Dieses Geld können die Gemeinden, der Kanton und der Bund sinn- und wirkungsvoller einsetzen.

 

Ökonomisch und ökologisch absurd!

Die Idee dieser Umfahrung folgt einer seltsamen Logik: Die Strassenkapazität soll auf eine kurze Zeitperiode mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ausgerichtet werden. Es ist wirschaftlich und ökologisch widersinnig, das Verkehrsaufkommen der kurzen Spitzenzeiten als Massstab zu nehmen. Der stockende Kolonnenverkehr in der Klus beschränkt sich meist auf wenige Stunden pro Woche (morgendlicher und abendlicher Pendlerverkehr).

 

Wohnquartier bedroht!

Das Guntenfluh- und Neumattquartier wird mit wesentlich mehr Lärm und mehr Luftschadstoffen zu rechnen haben, wie auch das Amt für Verkehr und Tiefbau des Kantons Solothurn im Projektbeschrieb bestätigt. Die neue Strasse führt direkt durchs Quartier und mehrere Häuser müssten abgerissen werden. Die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner des Quartiers wird damit massiv beeinträchtigt. So werden die Probleme von einem Ort (Klus) in das Nachbarquartier verlagert statt gelöst.

 

Steuererhöung und Mehrverkehr für Balsthal!

Auch das Zentrum von Balsthal leidet unter viel Verkehr. Doch daran ändert sich auch mit der Umfahrung nichts – im Gegenteil: Durch die Öffnung des Nadelöhrs Klus muss sogar mit mehr Verkehr und damit mit mehr Lärm und Abgasen gerechnet werden. Gleichzeitig soll Balsthal rund 9 bis 11 Millionen für das Mammutprojekt beisteuern – ohne Steuererhöhungen wäre das kaum machbar. Die Gemeinde wäre die doppelte Verliererin.

 

Schlecht für den Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsraum Thal!

Durch die Kapazitätserweiterung ist eine verstärkte Zunahme des LKW-Transitverkehrs zu befürchten. Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung des Thals. Die Folge davon: Mehr Lärm, schlechtere Luft, weniger Lebensqualität. In den Dörfern wird der Schulweg über die Hauptstrasse noch gefährlicher. Dies kann nicht im Interesse der Region und der Thaler Bevölkerung sein. Denn das Thal bietet bisher eine hervorragende Wohnlage und ist eine attraktive Region für Erholung und sanften Tourismus. Wir sind ein Naturpark und nicht ein Verkehrspark!

 

Nicht nachhaltig und zerstörerisch!

Das Projekt gefährdet im Bereich des Südportals mehrere geschützte Pflanzen- und Tierarten und mehrere hundert Quadratmeter Wald müssten gerodet werden. Eine der letzten natürlichen Nischen in der stark industrialisierten und bebauten Klus würde der Strasse geopfert. Und dies mitten im Naturpark Thal.

 

Sinnlose Luxusstrasse!

Der stockende Kolonnenverkehr in den Morgen- und Abendstunden wird auch mit der Umfahrung nicht verschwinden, da genau wie heute alle Autos weiterhin in einen neuen Kreisel bei der Thalbrücke hineingelenkt werden. Und falls im besten Fall doch einige Sekunden Fahrt eingespart werden können, stehen diese in keinem Verhältnis zu den negativen Auswirkungen (Baukosten von 65 Millionen Franken, möglichen Steuererhöhungen, Waldrodungen und Zerstörung von wertvollen Lebensräumen).

 

Falsche Prognosen!

Der Kanton geht im Projektbeschrieb bis zum Jahr 2030 von einer jährlichen Verkehrszunahme von 1,5 Prozent aus. Solche Prognosen sind unseriös und falsch – denn die aktuellen Zahlen belegen, dass seit 2005 sogar eine Reduktion des Verkehrs erfolgte. Zudem wurde in den Prognosen eine tiefgreifende Veränderung der Mobilität, wie es zum Beispiel die Roboterautos versprechen, nicht weiter in Erwägung gezogen. Gut möglich, dass sich noch vor der Eröffnung dieser Umfahrung die Welt der Mobilität so rasch verändert, dass dann eine teure Ruine an diese Fehlplanung erinnert.

 

Gefährdetes Gewerbe in der Klus!

Mit dem vorliegenden Projekt wird die Existenz mehrerer Gewerbebetriebe in der Klus aufs Spiel gesetzt. Ein grosser Teil des Verkehrs wird über die neue Umfahrungsstrasse führen. Die Gewerbebetriebe innerhalb der Klus (Restaurant Burg, Brockimania, Denner-Satellit etc.) werden empfindliche finanzielle Einbussen zu tragen haben. Mit der Umfahrungsstrasse wird gemäss deren Aussagen das Weiterbestehen der Betriebe in Frage gestellt.

Verein Läbigi Klus

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4710 Balsthal

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Kontakt:
Fabian Müller,
Präsident von «Läbigi Klus»,
076 514 91 00