Lösungsansätze ohne Umfahrungsstrasse

Teil der Lösung werden statt Teil des Problems bleiben

Der öffentliche Verkehr mit den Umsteigezeiten in Oensingen und Balsthal ist bereits heute langsamer als der private Verkehr. Wenn die Fahrt durch die Klus gemäss Absicht des Kantons zusätzlich beschleunigt wird, verliert der öffentliche Verkehr weiter an Attraktivität. Dies kann nicht das Ziel einer umfassenden Verkehrspolitik sein.

Ziel einer nachhaltigen Mobilitätsstrategie wäre es, die bestehende Infrastruktur besser zu nutzen (und nicht auf Spitzenzeiten auszurichten) und die verschiedenen Verkehrsträger optimal miteinander zu kombinieren. Gesamtschweizerisch macht zudem der motorisierte Freizeitverkehr über 40% am Verkehrsvolumen aus. Dieser Anteil kann reduziert werden, damit der wichtige Berufsverkehr mehr Platz hat und eine millionenschwere Umfahrungsstrasse überflüssig wird. Solange dieses Potenzial nicht ausgeschöpft ist, bleibt das geplante Projekt wirtschaftlich und ökologisch unverantwortlich.

 

Eine kluge Mobilitätsstrategie bedeutet zum Beispiel:

  • Förderung von Fahrgemeinschaften
  • Förderung des öffentlichen Verkehrs mit besseren Anbindungen und Umsteigezeiten, so zum Beispiel der Anschluss an die Regionalzüge nach Olten und Solothurn am Morgen und in den Abendspitzen.
  • Mehr und sicherere Radwege
  • Zusätzliche Buslinien am Wochenende für Ausflüge (z.B. zu nebelfreien Plätzen auf den Jurahöhen)
  • Neue Konzepte wie zum Beispiel Roadpricing, Park&Ride, Mobilitätsmanagement in Unternehmen u.a.

 

Umfahrung der Umfahrung der Umfahrung – oder wie sieht eine Lösung für die Zukunft aus?

Die Verkehrsentwicklung ist schwierig vorauszusehen. Dabei spielen verschiedene Faktoren wie der Ölpreis, verschiedene Gesetzgebungen (z.B. CO2-Abgabe), regionale Zu-/Abwanderungen, technische Entwicklungen in der Mobilität (Roboterautos) sowie auch gesellschaftliche Entwicklungen eine Rolle. Sicher ist aber, dass zukunftsweisende und umweltgerechte Mobilitätsformen im Thal gefördert werden sollen. Es kann nicht der Sinn und Zweck sein, dass die internationale LKW-Lawine die Regionen immer stärker belastet. Und es ist keine Lösung, Strassen endlos weiter auszubauen.

 

Raus aus dem Teufelskreis

Neue Strassen = mehr Verkehr. Diese Gleichung ist inzwischen unbestritten und wurde real leider immer wieder bestätigt. Deshalb ist es umso wichtiger, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Neue Strassen lösen Stauprobleme meist nur für kurze Zeit oder verschieben sie sogar in die Nachbarschaft. Wegen neuen Strassen wird immer mehr Natur und Kulturland asphaltiert und die Zersiedelung vorangetrieben. Das ist alles andere als nachhaltig und klimafreundlich. Unsere folgenden Generationen haben besseres verdient als solche Betonruinen mitten im Naturpark und leeren Kassen!

 

Deshalb unsere Forderung:

  • Der Lastwagenverkehr muss mit wirkungsvollen Massnahmen im vernünftigen Rahmen bleiben.
  • Umsetzung von effizienten Massnahmen einer klugen Mobilitätsstrategie (siehe auch oben). Der Pendlerverkehr soll durch eine Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs, Förderung von Fahrgemeinschaften, Verkehrsleitsyteme u.a. eingedämmt werden.
  • Prioritätensetzung: Keine massiven Eingriffe in das Landschaftsbild des Naturparks Thal und keine teueren Luxusprojekte!

 

Verein Läbigi Klus

Postfach

4710 Balsthal

E-Mail

Für Spenden:

Postkonto 40-654358-3

Besten Dank für Ihre Unterstützung!

 

 

Kontakt:
Fabian Müller,
Präsident von «Läbigi Klus»,
076 514 91 00